Stuttgart-Weilimdorf | Musical „Coco Superstar – und unsere Schule steht Kopf“ in der Wolfbuschkirche

Musical „Coco Superstar – und unsere Schule steht Kopf“ in der Wolfbuschkirche

Dienstag, 13.08.2019, 17:16

(EH) Nach nur einem halben Jahr Probenarbeit haben die 20 jungen Sängerinnen und Sänger des Wolfbusch-Jugendchors mit Ihrer Chorleiterin Edith Hartmann das Musical von Sandra Engelhardt und Martin Maria Schulte auf die Bühne gebracht. Das begeisterte Publikum entließ den Chor erst nach langem Applaus und zwei Zugaben.

Auch in einem Gottesdienst konnte das Musical in einer Zusammenfassung mit fast allen Liedern gezeigt werden. Das Musical wurde am Sa, 6.Juli 2019 um 18h in der evang. Wolfbuschkirche und am So, 7.Juli 2019 in Ausschnitten im Gottesdienst um 11h aufgeführt.

Die Geschichte, in der es um Starkult, Ehrgeiz und die Entdeckung eigener Talente geht, dreht sich eigentlich um das, was die Chormitglieder selbst sind: Kinder, Jugendliche, Schüler eben. Denen geht es neben Ihrer Schulkarriere auch um Ihre Begeisterung für Stars wie Sängerinnen und Sänger berühmter Musikgruppen.

Die vermeintliche Hauptfigur Coco ist so ein Star. Sie verschenkt einen Backstage-Pass. Damit darf einer ihrer größten Fans sie bei ihrem nächsten Konzert persönlich hinter der Bühne treffen. In Ihrer Rolle als Managerin von Coco sorgte Ida S. dann auch für den ersten Höhepunkt bei der Aufführung in der Wolfbuschkirche. Sie ließ mit perfekt artikuliertem, amerikanischem Akzent die Schüler toben, als Sie verkündete, „mit die gute Gruße von Coco“ zu kommen und „eine….wie sagt man in die deutsch… Uberraschlischkeit“ dabeizuhaben.

In der Rolle der Direktorin musste Hanna-Maria H. nun entscheiden, wer diesen Backstage-Pass bekommen soll. Dabei möchte sie am liebsten nur die Schulnoten für die Entscheidung zugrunde legen. Die Schüler (Lena J., Emilia S., Ina F., Céline S.) finden es ungerecht, dass es immer nur nach Zensuren gehen soll. Im nächsten Song „ I c h e n t s c h e i d e s e l b s t!“ machen sie allen klar, dass nicht einfach nur über sie bestimmt werden soll. Daraufhin schlägt die von Amelie B. gespielte Lehrerin eine eigene Casting-show vor, in der die Schüler ihre Talente darstellen können. Der Gewinner dieses Wettbewerbs darf dann zu Coco.

Nun versuchen also die Schülerinnen und Schüler ihre Begabungen herauszustellen. Die Naturwissenschaftler machen mit dem Rap „W i r w o l l e n ´ s w i s s e n“, den Anfang. Mit weiteren Liedern zeigen die sprachbegabten, die sportlichen und die künstlerisch begabten Schüler, dass sie ernstgenommen werden möchten.

Nachdem die Direktorin den so lange unterbrochenen Unterricht beklagt, wird sie von den Schülern herausgefordert. „Wo sind eigentlich Ihre Talente? Geht es nur um Schule? Gibt´s für Sie nichts anderes? Haben Sie überhaupt jemals Spaß? Dürfen wir keine eigenen Interessen haben?“ Auch in dieser spannenden Duell-Situation, in der die Schüler die Direktorin mit Worten deutlich sichtbar quer über die Bühne in die Enge trieben, zeigte sich das schauspielerische Können der jungen Darsteller. Bei die Arbeit am schauspielerischen Teil des Musicals wurde Edith Hartmann von Bernadette Beierbach, Nicole Weckerlein und Christian Kommerell unterstützt, die die Proben seit April begleiteten und wertvolle Ideen für die Inszenierung beisteuerten. Die Direktorin kommt nun tatsächlich ins Schwanken. Vielleicht haben die Schüler ja Recht?

In ihrem Solo, dem „Song der Direktorin“ stellt Hanna-Maria H. beeindruckend die Wandlung der Direktorin dar. Vermochte sie bisher, die genervt-distanzierte Autorität überzeugend darstellen, so gelingt es ihr nun, die nachdenklich selbstkritische Person zu verkörpern, die in der Pflichterfüllung ihres Amtes unterzugehen droht: „Meinen Traum, wann hab´ ich ihn bloß verlor‘n? Wie konnt‘ das passieren? Hab´ nicht mal gemerkt, dass ich ihn vermisse. Ohne meinen Traum. Bin das ich?“ Auch die Schüler werden nervös und immer deutlicher macht sich die Konkurrenz bemerkbar, in der sie stehen. Jeder möchte nun beweisen, dass er der Beste ist.

Es kommt zur „E s k a l a t i o n“. Diesen Song, der eigentlich eher ein Sprechgesang ist und durch lauten Bass, Saxophon und Schlagzeug regelrecht bedrohlich wirkt, nutzten die Sängerinnen und Sängern überzeugend zur Darstellung der unversöhnlichen Konkurrenz zwischen den Schülern. Die Eskalation wird mit einem Blackout gestoppt. Das Licht geht aus und die gereizte Stimmung scheint wie eingefroren.

Aber wie überall gibt es neben den ehrgeizigen Experten auch die stillen Beobachter. Schüler, die eigentlich nicht auffallen und vielleicht doch etwas zu sagen haben. Die Einzelgängerin (Paulina F.) meldet sich zu Wort. Sie wirft den Casting-Teilnehmern vor, sich von der eigentlichen Idee entfernt zu haben. Ein Repräsentant der Schule könne doch nicht nach den gezeigten Talenten ausgewählt werden. Sie findet die Vielfalt an der Schule wichtig und möchte nicht Einzelne in den Vordergrund gestellt sehen.

Im Lied „ D e i n W e g“ wird klar, dass jeder seinen eigenen Weg hat und sich auf die Suche nach diesem machen sollte. Wenn er mal in einer Sackgasse endet, dann sollte man den Mut haben, auch umzudrehen. „…mit dem Mut, auch umzudreh‘n, findest du deinen Weg, denn das Glück kommt nur zu dem, der selbst auf die Suche geht!“ singt der Wolfbusch-Jugendchor und bringt damit eine der zentralsten Aussagen dieses Musicals auf den Punkt. Die Geschichte scheint in einer Sackgasse zu stecken – wer zu Coco darf, ist jedenfalls immer noch nicht klar.

Die heimliche Hauptrolle in der Wolfbuschkirche hat allerdings David G.. Er sorgt als Hausmeister der Schule bei seinen Auftritten für Heiterkeit. Er liefert sich mit der Direktorin ständig Wortgefechte, weil er immer dann in der Aula arbeiten muss, wenn dort die „Casting-Vorbereitungen“ laufen. Als dann plötzlich laute Bohrmaschinengeräusche durch die Wolfbuschkirche dröhnen, hat er die Lacher endgültig auf seiner Seite.

In einer Soloszene, in der David als Hausmeister schauspielerisch überzeugend mit dem Publikum in einen Dialog tritt, deutet sich jedoch ein Missverständnis an. Der Hausmeister glaubt nämlich, dass die Schüler eine Überraschung für seinen Geburtstag planen.

Als am nächsten Morgen der große Moment der Entscheidung über den Backstage-Pass gekommen ist, stört der Hausmeister erneut die Versammlung der Schulgemeinschaft. Als er umständlich versucht, die Überraschung für sich zu entdecken, muss er enttäuscht feststellen, dass es nicht um ihn geht. Dies ist ihm entsetzlich peinlich, trotzdem bekommen die Schüler aus ihm heraus, dass er die Übertragung des Coco-Konzerts in der Schule organisiert hat. Er wollte damit die Schüler zu seinem Geburtstag überraschen. Betroffenheit macht sich unter den Schülern breit. Sie merken, wie unwichtig der Backstage-Pass in Wirklichkeit ist und plötzlich interessiert sich niemand mehr dafür, sondern alle möchten mit dem Hausmeister Geburtstag feiern.

„Wir feiern eine riesige Hausmeister-Geburtstags-Coco-Party! Das beste Geburtstagsfest, das die Schüler je erlebt haben!“ Denn eines ist nun klar: Wer will denn schon backstage sein, wenn in der Schule die ultimative Party steigt?

Mit dem „F i n a l e“ kommt lasst uns feiern, das wird ein Riesenspaß!“ endete das Musical und ein begeistertes Publikum belohnte die Kinder und Jugendlichen mit tosendem Applaus.

Die bewährte Musical-Band mit Schèron Waldner Schöpf (Saxophon), Dominik Hartmann (Schlagzeug) und Jürgen Zimmermann (Keyboard) begleitete stilsicher und mit großer Begeisterung die Sängerinnen und Sänger. Auf die Band war immer Verlass.

Die Kinder und Jugendlichen des Wolfbusch-Jugendchors der Oswald-Wolfbusch-Kirchengemeinde haben sich bei der Aufführung selbst übertroffen. Neben den Liedern, darunter ein Rap, waren auch viele rein schauspielerisch darzustellende Teile des Musicals einzustudieren. Dabei gab es viel Text zu lernen, da fast alle Kinder und Jugendlichen zwei Rollen zu bewältigen hatten.

Eine Woche vor der Aufführung reiste der komplette Chor mit Regieteam zur Chorfreizeit nach Burg Wildenstein ins schöne Donautal und hatte ein Wochenende lang viel Spaß mit Spiel und Gesang bei herrlichem Wetter und toller Kulisse.

Naturwissenschaftler: Maximilian H., Lena J., Emilia S.
Sprachgenie: Ida S., Céline S., Ina F., Paulina F., Meret B.
Künstler: Florian F., Marisa H., Luisa L.,
Sportler: Linnea V., Sophie W., Laura P., Lena W.,
Schüler: Florian F., Maximilian H.
Schülerinnen: Linnea V., Sophie W., Laura P., Lena W., Lena J., Emilia S., Ina F., Céline S.
Einzelgänger: Valentin K., Meret B., Paulina F.
Managerin: Ida S.
Bodyguard: Marisa H., Luisa L.
Direktorin: Hanna-Maria H.
Lehrerin: Amelie B.
Hausmeister: David G.

Es war schön, die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu beobachten.„Wenn ich eine Rolle spiel, fühl´ ich, wie ein andrer denkt“ heißt es in einem der Lieder. Die Spielfreude und Sicherheit nahmen von Probe zu Probe zu und kamen in der Aufführung zu ihrem Höhepunkt.

An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an alle Sponsoren: LBBW-Stiftung, REWE-CON, Fansunlimited, Wilhelm-Hauff-Chorverband, Bezirksamt Weilimdorf, Oswald-Wolfbusch-Kirchengemeinde.

Christian Kommerell, Edith Hartmann, Textpassagen aus Coco Superstar entnommen.

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