Stuttgart-Weilimdorf | Jahresrückblick 2019 unserer Bezirksvorsteherin Ulrike Zich

Jahresrückblick 2019 unserer Bezirksvorsteherin Ulrike Zich

Dienstag, 17.12.2019, 16:31

(UZ) Liebe Leserinnen und Leser von weilimdorf.de! Das Jahr 2019 geht zu Ende, Grund genug, an dieser Stelle einige wichtige Ereignisse der Vergangenheit aber auch der Zukunft aufzugreifen.

Die im Mai 2019 stattgefundenen Europa-, Regional- und Kommunalwahlen bescherten nicht nur dem Stuttgarter Gemeinderat eine neue Zusammensetzung, sondern auch dem Weilimdorfer Bezirksbeirat, der sich am 23. Oktober neu konstituierte. Stärkste Fraktion wurde Bündnis 90/Die Grünen mit nunmehr vier Sitzen, gefolgt von der CDU mit drei Sitzen. Je zwei Sitze erhielten Freie Wähler, SPD und AfD sowie die FrAKTION. Auf einen Sitz kommen die FDP und die, erstmals im Bezirksbeirat vertretene PULS. Sachkundiger Einwohner für Migration und Integration bleibt Herr Pavlidis, seine Stellvertreterin ist weiterhin Frau Qamar. Landwirtschaftlicher Obmann ist Herr Ritz. Von den Bezirksbeirätinnen und Bezirksbeiräten, die dem Gremium künftig nicht mehr angehören wurden Marc W. Benzinger für 16 Jahre, Jochen Lehmann für 19 Jahre, Peter Dathe für 36 Jahre Waltraud Illner für 39 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit mit der Landesehrennadel besonders ausgezeichnet.

Im Januar 2020 wird wieder ein neuer Jugendrat gewählt. Weilimdorf stellt dabei mit 28 Kandidatinnen und Kandidaten wieder eine der größten Bewerbergruppen nach Bad Cannstatt. Das 13köpfige Weilimdorfer Gremium, das in Direktwahl von den Jugendlichen im Stadtbezirk gewählt wird, betreut eigene Themen und Projekte und tagt, wie der Bezirksbeirat, einmal im Monat.

Die Wolfbuschschule in Weilimdorf bekommt eine neue Mensa. Der Gemeinderat hat am 23. Mai den Baubeschluss für das 6,1-Millionen-Euro-Projekt nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros Walter Huber gefasst. Im Sommer wurde mit dem Bau begonnen, mit der Fertigstellung wird im Frühjahr/Sommer 2021 gerechnet. Zurzeit besuchen 475 Schülerinnen und Schüler in 21 Klassen die Schule. Auf die vierzügige Grundschule entfallen 396 Schüler in 17 Klassen, auf die einzügige Werkrealschule 66 Schüler in drei Klassen. Zusätzlich sind der Wolfbuschschule zwei Vorbereitungsklassen in der Sekundarstufe I zugeordnet. Da die Werkrealschule mangels Schülern sukzessive ausläuft, wird die Wolfbuschschule als eigenständige Grundschule fortgeführt.

Die Schulmensa wird, neben dem Erweiterungsbau der Schule aus dem Jahr 1992, als eingeschossiger kompakter Neubau errichtet. Der Speisebereich ist als Holzbau konzipiert, der sich nach Norden zum bestehenden Schulhof öffnet. Zwischen dem Neubau und dem bestehenden Erweiterungsbau der Schule ist ein überdachter Übergang mit seitlichem Windschutz vorgesehen. Im Zuge der Arbeiten werden die Außenanlagen auf dem Schulhof vor dem Erweiterungsbau als Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten für die Schüler neugestaltet.

Die 1996 errichtete und 2005 erweiterte Maria-Montessori-Schule soll einen größeren Anbau erhalten, der die Erweiterung zur Ganztagesschule ermöglicht. Der am 27. November in Hausen vorgestellte Plan sieht die Erweiterung des bereits bestehenden Gebäudes inklusive eines neu gestalteten Foyers vor, das eine offene und großzügige Lernumgebung bietet. Bau-beginn für den Erweiterungsbau ist Frühjahr 2020. Dann sollen auch die Projektkosten von 8,9 Millionen Euro durch den Gemeinderat freigegeben werden. Eine besondere Möblierung, die speziell auf das architektonische Konzept des Neubaus ausgerichtet ist, soll eine weitere Möglichkeit für die Schüler sein im Sinne Montessoris individuell zu lernen, zu spielen und zu arbeiten. Der würfelartige „Raum im Raum“ ist derzeit noch nicht finanziert. Der Umbau im Bestand ist ab Herbst 2021 geplant. Die Baufertigstellung soll im Sommer 2023 sein.

Auch die Rappachschule soll in 2020 eine Mensa erhalten. Wie am 12.12. im Bezirksbeirat vorgestellt soll, sich diese harmonisch in die bisherige Bebauung einfügen und den Campus sinnvoll erweitern. Zudem soll der Neubau auch für schulinterne Veranstaltungen genutzt werden. Eine Auffrischung sollen auch die Bestandsgebäude erfahren. Die Kosten für die Mensa werden im aktuellen Planungsstadium auf ca. 5 Millionen Euro geschätzt. Die Sanierung der Bestandsgebäude wird bei etwa 10 Millionen Euro liegen. Eine Interimslösung in der Zeit der Sanierung wird aktuell zusammen mit der Schule ausgearbeitet.

Auch in Weilimdorf vollzieht sich ein nicht nur in Stuttgart zu beobachtender wirtschaftlicher Strukturwandel. Die Veränderung des Einkaufsverhaltens der Kunden und die zunehmende Bedeutung des Internets, der Wandel im Einzelhandel und fehlende bauliche Investitionen in Geschäftshäuser und Ladenlokale führen zu Abwertungsprozessen in den Stadtteilzentren und diese in der Folge zu Leerständen, Fluktuation und der Ausbreitung von Billiganbietern. Dem will die Stadt mit einem Investitionsfonds zur Finanzierung konkreter Maßnahmen im Rahmen des Projekts „Stadtteilzentren konkret“ entgegentreten. Von den für Weilimdorf reservierten 600.000 Euro sind für die Revitalisierung durch Modernisierung und Umstrukturierung des Einkaufszentrums Löwen-Markt und dessen Umfeld 500.000 Euro vorgesehen. Für verkehrsordnende Maßnahmen in der Pforzheimer Straße zwischen künftigem Kreisverkehr und Mathildenstraße werden 50.000 Euro eingeplant. Die Förderung einzelner Geschäfte schlägt mit weiteren 50.000 Euro zu Buche. Gesprächsrunden mit den Eigentümern zur Förderung der Revitalisierung von Laden- und Geschäftslokalen sind bereits 2019 angelaufen. Anträge auf Förderung können noch gestellt werden. Eine Evaluation mit Berichten im Gemeinderat und im Bezirksbeirat erfolgt bis Ende 2020.

Nach jahrelanger Planungszeit steht nunmehr fest, dass der Kreisverkehr Solitude- / Engelbergstraße / Spechtweg 2020 gebaut wird. Im Bezirksbeirat wurden die Pläne am 20.02. vorgestellt. Aufgrund des Sanierungsbadarfs und einer angespannten Verkehrssituation war die Einrichtung eines Kreisverkehres bereits seit den frühen 2000ern die vom Bezirksbeirat favorisierte Lösung. Die Baumaßnahme beginnt im März 2020 und dauert voraussichtlich bis September.

Im Giebel wurde im Sommer mit dem, lange erwarteten, Bau des Aldi-Marktes auf dem ehemaligen Benz-Gelände begonnen. Der Rohbau soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, sodass wir auf eine Eröffnung Ende 2020, Anfang 2021 hoffen dürfen.

Die Abschlussveranstaltung der „Sozialen Stadt“ fand am 6. Juli 2019 mit einem großen Fest auf dem Ernst-Reuter-Platz statt. Hierbei wurden die ehren- und hauptamtlichen Akteure aus dem Stadtteil durch Herrn Bürgermeister Peter Pätzold besonders geehrt. Herr Fotios Pa-vlidis vom Griechischen Eltern-Verein erhielt die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, verliehen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Mit der Ehrenmünze der Landeshauptstadt Stuttgart, verliehen durch den Oberbürgermeister Fritz Kuhn, wurden Silvia Bohm, Maximilian Heinzmann, Waltraud Illner und Fritz Mutschler ausgezeichnet. Eine Urkunde mit einer Auswahl an Stuttgarter Weinen erhielten Klaus Dettmer, Marion Goß, Christian Knauer, Manfred Kohler, Gerhard Reith, Christiane Rothaug und Heide Schweizer. Martin Kapler vom Jugendhaus und Claudia Jablonowski vom Stadtteil- und Familienzentrum in der Mittenfeldstraße erhielten Geschenke für ihre Einrichtungen. Ebenfalls Weingeschenke gingen an das Team des Stadtteilmanagements und Frau Martina de la Rosa, die das Projekt von Anbeginn begleitet und betreut hat, erhielt vom Stadtbezirk Weilimdorf die „Giebelmünze“. Für das passende kulturelle und kulinarische Begleitprogramm hatten die Vereine, Organisationen und Einrichtungen ein vielfältiges Angebot zusammengestellt, das dem Giebel alle Ehre machte.

Der Umbau des „Alten Schulhauses“ in der Ditzinger Straße 3 und die Generalsanierung des „Alten Rathauses“, Ditzinger Straße 5, mit Gesamtkosten in Höhe von derzeit 3,2 Millionen Euro konnte nach einigen Verzögerungen 2019 endlich begonnen werden. Mit der Fertigstellung wird Ende 2020 gerechnet.

Rechtzeitig zum Maibaumfest am 5. Mai 2019 konnte nach zweijähriger Verzögerung der Löwen-Platz (früher Kiesbett) mit der Aufstellung des Maibaumes in Betrieb genommen werden. Zusammen mit dem von WeilAktiv veranstalteten traditionellen verkaufsoffenen Sonntag fand ein Festakt statt, zu dem auch der Leiter des städtischen Tiefbauamtes sowie Vertreter der beteiligten Firmen, Ämter und Eigenbetriebe anwesend waren. Die Weilimdorfer Vereine und Organisationen haben sich mit Ständen und einem kulturellen Bühnenprogramm beteiligt. Hierfür danke ich auch im Namen des Bezirksbeirats, der das Fest finanziell unterstützt hat, allen beteiligten Gruppierungen für ihre aktive Mitwirkung. Die Abschlussarbeiten auf dem Platz, wie die Neupflanzung von Bäumen und der Einbau einer modernen, überdachten Fahrradabstellanlage, werden derzeit durchgeführt. Auch wurden zusätzliche, vom Bezirksbeirat aus Budgetmitteln finanzierte Bänke aufgestellt. Die Einhausung der Stromversorgungseinheit soll ebenfalls zeitnah erfolgen, um die Anlage besser vor Vandalismus zu schützen.

Erstmals veranstalteten die Gewerbetreibenden WeilAktiv am zweiten Juliwochenende auf beiden Plätzen des Löwen-Marktes das dreitägige Streetfood-Festival „Weilemer Sommer“. Die zur Belebung der Ortsmitte organisierte Veranstaltung, die auch von Weilimdorfer Vereinen und dem Bezirksamt unterstützt und durch den Bezirksbeirat gefördert wurde, erfreute sich ebenfalls einer großen Akzeptanz in der Bevölkerung. Es ist angedacht, dieses zusätzliche Event im Weilimdorfer Veranstaltungskalender, z.B. in einem zwei-jährigen Rhythmus, fest zu etablieren.

Beim diesjährigen Bürgerempfang für Ehrenamtliche in der Piazza des Hotels Holiday Inn waren wieder 50 ehrenamtlich tätige Weilimdorferinnen und Weilimdorfer mit Begleitung eingeladen. Als Zeichen der Wertschätzung und des Dankes für ihre Verdienste im und für das Gemeinwesen in Weilimdorf erhielten Frau Gabriele Lessins-Buffler und Frau Elfriede Stauber für ihr seit 2007 andauerndes Engagement beim „Frühstückstreff für Frauen“ die Ehrenmünze der Landeshauptstadt Stuttgart. Sieben Wahlhelfer und acht Wahlhelferinnen bzw. Wahlvorstände wurden mit der durch den Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat verliehenen Nadel für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement bei der Europawahl (mit Regional- und Kommunalwahl) geehrt. Frau Waltraud Illner erhielt für ihre Fürsprache für den Stadtteil Giebel die „Giebelmünze“.

Besonders herzlich danke ich all den Menschen, die sich mit Tatkraft und aktiver Mitwirkung ehrenamtlich im Gemeinwesen unseres Stadtbezirks engagieren, sich einbringen und durch gelebte Bürgerbeteiligung das Zusammenleben unserer Stadtgesellschaft mitgestalten. Ebenso danke ich all jenen, die dieses Engagement materiell oder ideell unterstützen. Letztlich tragen alle Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrem Vorbild und ihrem persönlichen Verhalten dazu bei, wie unser Stadtbezirk aussieht und wie lebendig er sich darstellt.

Die städtebauliche Entwicklung des Gebiets westlich der Solitudestraße (Walz-Areal) wird den Stadtbezirk und die politischen Gremien auch in der Zukunft weiter beschäftigen. In seiner Sitzung am 10. April 2019 hat der Bezirksbeirat die grundsätzlichen Eckpunkte beschlossen, die vom Unterausschuss Wohnen am 13. Mai 2019 wie auch vom Umwelt- und Technikausschuss am 21. Mai 2019 bestätigt wurden. Das favorisierte Szenario 1 sieht unter anderem vor, das Teilstück Jugendhaus bis Zufahrt als Gemeinbedarfsfläche auszuweisen und hier ein Bürgerhaus, das sogenannte „Forum Weilimdorf“, zu bauen. Gedacht ist an eine Campus-Lösung im Sinne eines Stadtteilhauses mit Kita, Begegnungseinrichtung und einem Saal für 250 Personen. Auf den sich anschließenden Flächen soll der Schwerpunkt auf einer Nutzung durch den Sport liegen. Hier wünscht sich der Bezirksbeirat ein Schwimmbad mit wettkampffähigem Becken in Kombina-tion mit einer darüber liegenden Sporthalle. Hinter der heutigen Tennishalle bis zur Engelbergstraße soll, wegen des negativen Lärmgutachtens, auf Wohnbebauung verzichtet werden. Die Fläche soll der Erweiterung der Sportanlagen und der Verbesserung der Naherholungsfunktion dienen. Im Gegenzug soll Wohnbebauung, incl. einer Pflegeeinrichtung, westlich der Bergheimer Straße geprüft werden. Die Verwaltung wurde ferner beauftragt, alle im Plangebiet gelegenen privaten Grundstücke zu erwerben. Eine Bürgerbeteiligung zur näheren Ausgestaltung künftiger Nutzungen wird voraussichtlich 2020 durchgeführt.

Bereits im Januar 2019 startete der neue Bürgerhaushalt zum Doppelhaushalt 2020 / 2021. Auch in diesem Jahr gingen wieder zahlreiche Vorschläge und Anregungen aus Weilimdorf ein, von de-nen es einige in der anschließenden Bewertungsrunde durch die Bevölkerung in Spitzenplatzierungen schafften. Die Haushaltsberatungen 2020/2021 waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes noch nicht abgeschlossen, so dass die endgültigen Ergebnisse und Beschlüsse zum Haushalt und zu den Vorschlägen des Bürgerhaushalts an dieser Stelle noch nicht aufgenommen sind.

Ich wünsche Ihnen allen von ganzem Herzen besinnliche Weihnachtstage und für das neue Jahr 2020 Gesundheit, Glück, und Frieden.

Herzlichst
Ulrike Zich
Bezirksvorsteherin

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